◉DWD Radiosondenprofil Stuttgart-Schnarrenberg

Station 10739 / DWD 04928 - hochaufgelöster letzter Radiosondenaufstieg

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Messung & Datenquelle
Bodendruck--
Bodentemperatur--
Bodentaupunkt--
PWAT--niederschlagbares Wasser
TEMP-Teile / Windquelle----
Aufstiegszeit----
Meteorologische Diagnose

Aufstieg & Profil

Aufstieg--Zeit des verwendeten Sondenaufstiegs
Profilpunkte--dekodierte Messniveaus
Darstellungbis 10.000 mDiagrammgrenze
Maximalhöhe--höchstes dekodiertes Niveau
Tiefste Temperatur--im vollständigen Profil

Wasserdampf & Wolken

LCL / Wolkenbasis--Hebungskondensationsniveau
KKN / CCL--KonvektionskondensationsniveauWolkenbasis bei Erwärmung mit unveränderter Bodenfeuchte
Theta-E / θe--äquivalentpotenzielle Temperatur am BodenWärme- und Feuchteinhalt der Bodenluft
Niederschlagswasser--integrierter Wasserdampf der SäulePWAT der gesamten Messsäule
Konvektive Schicht--Bereich zwischen LFC und EL

Wind

Maximaler Wind--stärkster Wind im Profil
Bodennähe--niedrigstes Windniveau
1 km AGL--Windrichtung und Geschwindigkeit
3 km AGL--Windrichtung und Geschwindigkeit
6 km AGL--Windrichtung und Geschwindigkeit
0–6-km-Scherung--Vektorielle Winddifferenz
Vertikalbewegung / Advektion--aus Winddrehung 925–700 hPaqualitative Hebungs-/Absinktendenz

Inversion, Thermik & Tmax

Bodeninversion--untere 1,5 km
Stärkste Inversion--gesamtes Profil bis 10 km
Auslösetemperatur--trockenadiabatisch vom KKN zum SondenbodenTₐ (KKN) · keine Garantie für freie Konvektion
Thermikbeginn--Auflösung der BodeninversionTth aus der Bodeninversion
Mischungsniveau Tmax--identisch zur separaten Tmax-Seiteverwendetes Deckelungsniveau
Sondenpotenzial Tmax--trockenadiabatisch auf 256 m MSLthermodynamisches Potenzial
Kombinierte Tmax--MOSMIX + Radiosonde + Standortörtliche Vorhersage

Konvektion & Stabilität

Lifted Index (500 hPa)--negativ = labiler
Total Totals--T850 + Td850 − 2 × T500
KO-Index--potenzielle Instabilität aus Theta-E
SB-CAPE / SB-CIN--Surface Based Parcel
ML-CAPE / ML-CIN--Mixed Layer · unterste 100 hPa
MU-CAPE / MU-CIN--Most Unstable · unterste 300 hPa
LFC--Niveau freier Konvektion
EL--Gleichgewichtsniveau

Begriffserklärung zum Profil

TthThermikbeginnTemperatur, bei der die nächtliche Bodeninversion voraussichtlich aufgelöst wird.
TₐAuslösetemperaturBodentemperatur am Sondenstandort für Kondensation durch Erwärmung bei unveränderter Bodenfeuchte: trockene Adiabate vom KKN zum Boden.
TpotSondenpotenzialThermodynamisch mögliches Tagesmaximum aus Radiosonde und Mischungshöhe; noch keine örtliche Prognose.
TmaxKombinierte PrognoseVorhersage aus MOSMIX, Radiosonde, Standort, Advektion und Bewölkung.
θeÄquivalentpotenzielle TemperaturMaß für Wärme- und Feuchteinhalt der Luft; höhere Werte kennzeichnen energiereichere Luft.
SB-ParcelBodenluftpaketBerechneter Weg eines vom Boden angehobenen Luftpakets; Grundlage für CAPE und CIN.
wₛSättigungsmischungsverhältnisMaximaler Wasserdampfgehalt bei Sättigung in g/kg; grün gestrichelt dargestellt.
LCLKondensationsniveauRechnerische Höhe, in der das gehobene Luftpaket gesättigt wird – näherungsweise die Wolkenbasis.
KKNKonvektionskondensationsniveau (CCL)Schnittpunkt der Mischungsverhältnislinie vom Bodentaupunkt mit dem Temperaturprofil. Gold: Bodenfeuchte gepunktet, trockene Adiabate zur Auslösetemperatur gestrichelt. LFC bleibt ein eigenständiges Niveau.
LFC / ELFreie Konvektion / GleichgewichtLFC: Beginn freien Aufsteigens; EL: Obergrenze der positiv auftriebsfähigen Schicht.
TTTotal TotalsVerbindet den Temperaturunterschied 850–500 hPa mit der Feuchte bei 850 hPa; höhere Werte begünstigen Gewitter.
KOKO-IndexMaß der potenziellen Instabilität aus θe; niedrigere Werte sind labiler. Für Gewitter ist zusätzlich Hebung nötig.
LCL / LFC--
Bodeninversion--
Inversions-Obergrenze--
KKN / CCL--
Auslösetemperatur Tₐ (KKN)--
Thermikbeginn Tth--
Kombinierte Tmax-Prognose--
Im mobilen Diagramm bleiben nur Linien und Flächen sichtbar. Die Diagnosewerte stehen kompakt hier unter dem Profil.
oben: relative Feuchte (%)unten: Luftdruck (hPa)
Diagramme auf 0 bis 10.000 m begrenzt; die Sonden-Maximalhöhe zeigt die tatsächlich erreichte Ballonhöhe. Temperatur rot, Taupunkt blau. Windgeschwindigkeit grün, relative Feuchte orange und Luftdruck violett. Die grün gestrichelten Linien zeigen konstante Sättigungsmischungsverhältnisse in g/kg. Der Hodograf stellt die horizontalen Windkomponenten u/v farbcodiert nach Höhe dar.
Die Vertikalbewegungstendenz wird qualitativ aus der Winddrehung zwischen 925 und 700 hPa abgeleitet: rechtsdrehend spricht unter baroklinen Bedingungen eher für Warmluftadvektion/Hebung, rückdrehend eher für Kaltluftadvektion/Absinken. Sie ist keine direkte Messung von Vertikalgeschwindigkeit oder Divergenz.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), aktueller TEMP-Echtzeitfeed. Die Windfahnen verwenden ausgedünnte reale/nahe reale dekodierte Profilniveaus. Die Vertikalprofile stammen direkt aus den hochaufgelösten DWD-Sekundenwerten; eine eigene Dekodierung von TTAA/TTBB entfällt. Der SB-Parcel wird auf einem regelmäßigen 5-hPa-Raster aus dem gemessenen Punktwerteprofil berechnet. Die Inversionsdiagnose wird bei zu grober Vertikalauflösung bewusst nicht bewertet. LCL und Parcelpfad werden druckbasiert berechnet; oberhalb des LCL wird die feuchtadiabatische Temperaturabnahme temperatur- und druckabhängig integriert. CAPE/CIN verwenden virtuelle Temperaturen und eine Integration in ln(p). Zusätzlich werden SB (Bodenparcel), ML (Mittel der untersten 100 hPa) und MU (höchste Theta-E in den untersten 300 hPa) getrennt diagnostiziert. Im Diagramm sind LCL/KKN/LFC/EL als MSL-Höhen markiert; LCL und KKN werden zusätzlich als AGL angegeben. Das KKN (CCL) verwendet das Mischungsverhältnis am niedrigsten vollständigen Sondenpunkt und dessen ersten Schnittpunkt mit dem Umwelt-Temperaturprofil. Die Auslösetemperatur folgt der trockenen Adiabate vom KKN zurück zum Druck dieses Sondenpunkts; Bodenfeuchte wird dabei als unverändert angenommen. Sie beschreibt thermische Wolkenbildung, garantiert aber weder die Überwindung von CIN noch freie oder tiefe Konvektion. Ohne Schnittpunkt im vorhandenen Profil bleibt sie unbestimmt. Auslösetemperatur, Thermikbeginn aus der Bodeninversion sowie Mischungshöhe/Tmax bleiben Diagnose-Näherungen. Das Sondenpotenzial Tmax verwendet die thermodynamische Methode der separaten Tmax-Seite: θ-Deckelung zwischen 925 und 700 hPa; ohne klare Deckelung 850 hPa; anschließend trockenadiabatische Rückführung auf Oberesslingen 256 m MSL. Zusätzlich wird die kombinierte Tmax-Prognose aus MOSMIX, Sondenpotenzial und Standortkorrektur nach derselben Logik wie auf radiosonde_tmax.html angezeigt. Theta-E wird nach einer Bolton-Näherung aus Druck, Temperatur und Taupunkt berechnet. Die Inversionen selbst bleiben als eigene Kacheln erhalten. Die Diagnosezeile oberhalb der Kacheln zeigt die Boden-Ausgangswerte, PWAT, die verwendeten TEMP-Teile sowie die Verteilung der Windquellen (TTAA/TTBB/interpoliert).