Wetterbeobachtungen 2020
Datum Bericht Wetterbild des Tages
Mi 1.1. Unverändert sorgt das Hoch Xia über Mitteleuropa für sonniges und trockenes Wetter. Während die Sonne in vielen Regionen in Baden-Württemberg von einem makellosen blauen Himmel scheint, hält sich im Rheintal hartnäckig der Nebel.
Do 2.1. Ein umfangreiches Hoch über Mittel-und Osteuropa ist nach wie vor wetterbestimmend. Aus dem dichten gefrierenden Nebel am Vormittag schneite es in Oberesslingen leicht. Der Grund könnte an einem nahe liegenden Kraftwerk liegen, welches Phänomen im Winter oft zu dem sogenannten Industrieschnee führt. Gute Sichtweiten herrschen derweil durch die Absinkinversion auf den Höhen der Alb und des Schwarzwaldes
Fr 3.1. Mit fallendem Luftdruck hat sich das Hoch Xia in Richtung Osteuropa verabschiedet. Gleichzeitig schwenkt der Keil eines Höhentroges mit der dazugehörenden Kaltfront auf Deutschland über. Von Nordwesten breiteten sich Altostratus und Altocumulus-Felder über Baden-Württemberg aus. Am Nachmittag setzte dann leichter unterbrochener Regen ein.
Sa 4.1. Auf der Rückseite einer südostwärts abgezogenen Kaltfront, fließt mit einer nordwestlichen Strömung maritime  Polarluft nach Deutschland ein.  Während der Höhentrog noch seinen Einfluss mit verstärkter Wolkenbildung und einzelnen Schauern, vor allem in Bayern, geltend macht, weitet sich der Keil des Hochs ALMAR ( 1038 hPa) weiter nach Osten aus. Das Wetter gestaltete sich mit starker Schichtbewölkung wie Altocumulus-Altostratus und  Stratocumulus.
So 5.1. Das Zentrum des Hochs Almar hat sich im Laufe des Tages mit einem Kerndruck von 1038 hPa nach Oberbayern verlagert. Trotz des hohen Luftdruckes waren besonders in der Nordhälfte dichte Wolken präsent, woraus zeit-und gebietsweise immer wieder leichter Regen gefallen ist. Viel Sonne hat es dagegen vom Breisgau, übers Allgäu bis zum Berchtesgadener Land gegeben.
Mo 6.1. Ruhiges Hochdruckwetter mit geringen Luftdruckgegensätzen.
Nach Auflösung vom morgendlichen gefrierenden Nebel, gab es unter einem wolkenlosen Himmel viel Sonne.
Di 7.1. Eine Hochdruckbrücke reicht von der Iberischen Halbinsel bis nach Osteuropa. Darin eingebettet befinden sich zwei Zentren, Hoch Almar über dem Balkan und Hoch Bernd über Spanien. In der Bodenwetterkarte ist das Hoch zwar vorhanden, (zeigt sich noch immer am hohen Luftdruck) jedoch hat die einbrechende Okklusionsfront, in Verbindung mit einem markanten Höhentrog über Mitteleuropa, zu Niederschlägen in Form von gefrierenden Regen geführt. Die Folge war Blitzeis, das sich am Morgen auf den Straßen gebildet hatte.  Erst am Nachmittag lockerte die Bewölkung zeitweise auf. Es zeigten sich Cumulus und Stratocumulus in verschiedenen Höhen.
Mi 8.1. Zwei große Druckzonen finden sich derzeit auf den Wetterkarten wieder. Zum einen die weiterhin bestehenden Hochs über weite Teile Südeuropas, zum anderen ein steuerndes Tief bei Island mit dem Namen Bianca. Ausläufer dieses Tiefs überquerten Deutschland von Nord nach Süd. Wolken der Warmfront haben mit leichtem Regen, der am Morgen in einigen Gebieten wieder für glatte Straßen gesorgt hat,  die Alpen erreicht, während die Kaltfront an den Mittelgebirgen schleift und wegen einer erneuten Wellenbildung rückläufig wird. Im Warmsektor sind die Temperaturen unter einem stark bewölktem Himmel zum Nachmittag hin deutlich angestiegen.
Do 9.1. Mit einer südwestlichen Strömung sind verstärkt subtropische Luftmassen nach Deutschland herangeführt worden. Die Temperaturen erreichten dabei regional  frühlingshafte 16 °C . Die entscheidende Rolle spielen dabei zwei Tiefdruckzentren über dem Atlantik und über der Nordsee. Dazu zeigte sich ein typisches Bewölkungsmuster für einen Warmsektor, reichend von dichten Cirren (Cirrus-spissatus) bis über mehrschichtige Altocumulus-translucidus oder lenticularis Felder. 
Fr 10.1. Ein Höhentrog reicht mit seiner scharfen Achse diagonal von der Ostsee bis zu den Pyrenäen. Korrospondierend dazu, hat zunächst eine Kaltfront des Tiefs Damira unter Auflösung und wenig Wetterwirksamkeit Deutschland überquert. Rückseitig der Front ist der Trog dann weiter nach Osten vorangekommen, weshalb sich dann auch in Baden-Württemberg stärkere Quellbewölkung ( Cumulus mediocris und congestus) entwickelte, die einzelne Regenschauer brachten.
Sa 11.1 Hochdrucklage über Mitteleuropa. Das Foto zeigt den Blick vom Karwendel Richtung Nordwesten und auf Stratocumulus Wolkenfelder. Diese befinden sich in einer flachen Schicht zwischen 900 und 1300 Meter über Grund. Im Radiosonden-aufstieg (Tabelle - Grafik) ist eine feuchte Grundschicht (rel. Feuchte 70-80%) bis etwa 1300 Meter zu erkennen.  Über der Absinkinversion wird es dann sehr trocken: In 2576 Meter Höhe sind es nur noch 6 % relative Feuchte mit einem Taupunkt von
-32°C. Diese trockene Luft sorgte für eine Fernsicht von bis zu 100 km. In den Niederungen klarte der Himmel erst gegen Abend auf.
So 12.1. Weiterhin ist Hoch Christian über große Teile Südeuropas wetterbestimmend. In seinem Einflussbereich liegen auch Bayern und Baden-Württemberg. Im letzteren bleibt nach wie vor die feuchte Luftmasse in der Grenzschicht erhalten. Dort haben sich am Vormittag dichte Stratocumulus-stratiformis ausgebreitet. Richtung Allgäu und Alpen ist die Luftmasse dagegen mehr und mehr abgetrocknet, weshalb es dort am sonnigsten wurde. Im Norden verläuft eine langgestreckte Frontenlinie, ausgehend von Tief Elisa. An seiner Südflanke ist ein Randtief (Fenja) entstanden, das sich zu einem Sturmtief weiterentwickelt.
Mo 13.1. Die Wetterlage stellt sich allmählich um: Mit fallendem Luftdruck ist das Hoch weiter Richtung Osteuropa abgezogen. Während sich bodennah nahezu keine Veränderungen ergeben haben (feuchte und kühle Luftmasse), sickert in der Höhe von Südwesten her wärmere Luft ein. Prompt hat es aus der dichten Bewölkung leicht geregnet. Sucht man nach der Ursache, dann findet man eine schwache Front ( soz. eine maskierte Kaltfront)  über die Äquvivalent-potenzielle Temperatur ) in Verbindung mit leichter Warmluftadvektion in 1500 Meter Höhe. Dies führte unterhalb des "Deckels" (Inversion) zur stärkeren Wolkenbildung und damit zu dem leichten Sprühregen. Oberhalb von 2000 Metern ist die Luft dagegen noch sehr trocken.
Di 14.1. Deutschland liegt in einer Südwestströmung zwischen einem komplexen Tiefdrucksystem über dem Nordatlantik und einem Hoch mit Zentrum über Ungarn. Während über dem Alpenraum das abziehende Hoch noch für viel Sonne sorgt, werden die Wolken mit jedem Kilometer Richtung Westen dichter. Am Nachmittag erreichte ein Regenband von Frankreich und Belgien her die Westhälfte Deutschlands. Die Temperaturen sind, bis auf einige Täler, auf zweistellige Werte angestiegen.
Mi 15.1. Zwei kräftige Tiefdrucksysteme (Fenja I und II südlich von Island, Gerlinde über der Nordsee) saugen mit einer südwestlichen Strömung milde Luftmassen aus Spanien an. Gleichzeitig nähert sich von Westen eine Kaltfront, die aber nur bis zu den Mittelgebirgen vorankommt. Über dem Ostatlantik kommt eine Zyklogenese in Gang, die ein erneutes Sturmtief (Heike) generiert und bereits morgen über den britischen Inseln liegt. Neben viel Sonne haben Cirrus fibratus sowie Kondensstreifen - Contrails ( Cirrus-homogenitus und homomutatus) den Himmel überzogen. Nach einer vielerorts frostigen Nacht, stiegen die Temperaturen wieder auf Frühlingsniveau: 14,9°C am Kaiserstuhl und 13,7°C in Esslingen .
Do 16.1. Ein neues Hoch (Dirk) mit seinem Zentrum über Ungarn hat sich über Osteuropa amplifiziert. So war es nahezu wolkenfrei in Deutschland und in den angrenzenden östlichen Nachbarländer. Das markante Wolkenband der Kaltfront, das von Portugal bis in das Zentrum des Tiefs Heike bei den Färöer Inseln reicht, verläuft nahezu frontparallel entlang des Jetstreams und kommt nur langsam nach Osten voran. Die südwestliche Strömung blieb  somit erhalten.
Fr 17.1. Ausgehend vom steuernden Tief Heike östlich von  Island, reicht eine Tiefdruckrinne von Skandinavien bis in den Mittelmeerraum. Durch zwei neue Randtiefs -über der Cote d'azur und der Nordsee- ist die darin liegende Kaltfront in eine Welle geraten. Die Wolken der Front mit seinem Niederschlagsband haben gegen Abend Baden-Württemberg erreicht. Gleichzeitig nähert sich der Höhentrog von Westen, dessen Achse sich weiter nach Osten ausdehnt und am Samstag Mitteleuropa in seinem Einflussbereich nimmt.
Sa 18.1. Nach Abzug der Kaltfront stellte sich Rückseitenwetter mit Luft polaren Ursprungs ein. Der Höhentrog hat im Laufe des Tages Deutschland erfasst und die Luftmasse labilisiert . Ab den Mittagsstunden  haben sich unter dem Einfluss des Troges (-35°C in 5 km Höhe) Cumulus-mediocris, Cumulus-congestus und Cumuluonimbus-calvus gebildet, wodurch es einzelne stärkere Regen- Graupel sowie in mittleren Höhenlagen ab 600 Meter auch Schneeschauer gab. Bodennah hat sich hoher Luftdruck über dem Süden ausgebildet. Dieses Hoch verstärkt sich zunehmend bis Montag und wird bis zu 1050 hPa erreichen.